Klasse statt Rasse?....
Bevor
ich nun die einzelnen Crossings näher vorstelle, möchte ich den Leser
ausführlich auf dieses Thema vorbereiten.....
Ich
möchte diese Gelegenheit nicht Auslassen, an beide Lager zu appellieren, die
individuelle Meinung zu diesem Thema zu respektieren und danach zu handeln,
anstatt sich in überhitzen Diskussionen über das Für und Wieder gegenseitig zu
beschuldigen.....
Kommen
wir jedoch einmal zu den Fakten.......
Der Stand der Dinge und einige Gedanken dazu....
Eines
sei zum besseren Verständnis vorweg genommen: Die Mehrzahl der Unterarten von
Morelia spilota lassen sich nicht anhand
äußerer Merkmale unterscheiden, sondern lediglich anhand ihres genauen
Fundortes, da sich zum Beispiel Farbe und Beschuppung zu sehr überschneiden
(Interssierten sei hier das buch Pythons
of the World Vol 1 empfohlen, dass die einzelnen Unterarten detailliert beschreibt) Unterarthybride sind bei allen (!) in
Deutschland vorhandenen Teppichpythons verbreiteter als nach Unterart
reinrassige Tiere. So kenne ich in Deutschland zum Beispiel nur eine Linie von
Morelia spilota mcdowelli, deren Herkunft mir genau bekannt ist. Bei Morelia
spilota cheynei sind mir zwei Züchter bekannt, die nachweisen können, dass sie
reinrassige Tiere besitzen. Morelia spilota variegata aus Australien gibt es
meines Wissens nach überhaupt nicht reinrassig in der Bundesrepublik, lediglich
ein Züchter aus England ist mir bekannt, der diese Tiere hat. Morelia spilota
imbricata ist ebenfalls kaum zu bekommen. Ich kenne zwar Tiere dieser Unterart
bei einigen Haltern, verlässliche Angaben über die Reinrassigkeit gibt es
jedoch nicht, auch wenn alle äußeren Merkmale dafür sprechen ( M. s. imbricata
kann beispielsweise neben M. bredli anhand äußerer Merkmale identifiziert
werden), was jedoch noch kein Beweis ist.....
Kurz
gefasst könnte man es auch so ausdrücken, dass die große Mehrheit von
Teppichpythons in Gefangenschaft nicht nach Art und Unterart reinrassig ist.
Spätestens jetzt wird bei vielen Lesern dieser Zeilen sicherlich ein leichtes
Runzeln auf der Stirn zu erkennen sein oder gar ein Anflug von Zorn,
schließlich habe man ja einen australischen Morelia spilota variegata gekauft!
.
Die
Aussage des Züchters, dass es sich garantiert um diese Tiere handelt, ist
jedoch so gut wie nie glaubhaft nachweisbar. (Nachweisbar bedeutet, wie oben
erwähnt, die Kenntnis des genauen Herkunftsortes, der ursprünglich importierten
Tiere)....
Dies
hat vor allem zwei Ursachen:...
Zum
einen dürfen australische Arten seit über 2 Jahrzehnten nicht mehr ausgeführt
werden. Das heißt, dass die Ursprünge dieser Tiere weit über 20 Jahre und
oftmals fünf oder mehr Generationen zurück liegen. Wo die damals legal
importierten Tiere genau gefangen wurden, ist deshalb fast immer unbekannt bzw.
hat damals einfach niemanden interessiert, da sich die taxonomische Zugehörigkeit
der einzelnen Arten und Unterarten erst in den letzten 20 Jahren durchgesetzt
hat bzw. überhaupt erst entwickelt wurde. Anders ausgedrückt, könnte man auch
sagen, dass es einige der heute bekannten Unterarten damals sozusagen noch gar
nicht gab. Und da früher alle Teppichpythons kurzerhand als Argus variegatus
oder Python variegatus bezeichnet wurden, hat es auch niemanden interessiert,
ob die Tiere nun aus Innisfall oder Brisbane gekommen sind. In ersterem Falle
würde es sich heute um M. s. cheynei handeln, bei letzterem um M. s. mcdowelli.
Betrachtet man die frühere Namensgebung, verwundert es nicht, dass heute noch
immer australische M. s. variegata angeboten werden.....
Andererseits
ist es oftmals einfach nur Unwissenheit, die von Nachzuchtgeneration zu
Nachzuchtgeneration und damit von Halter zu Halter weitergegeben und nur in den
seltensten Fällen kompetent hinterfragt wird. So werden selbst heutzutage noch
immer Tiere als z. B. Argus variegatus angeboten. Dabei sollte es zur Pflicht
eines jeden Halters dieser Tiere gehören, sich auf dem laufenden Stand des
Wissens zu halten und dieses auch weiterzugeben. Die Realität sieht leider
anders aus, auch wenn sich diesbezüglich zum Beispiel bei Boas eine Wende
anzudeuten scheint. Dies wurde sicherlich auch durch die Tatsache begünstigt,
dass aus nahezu allen Verbreitungsgebieten der Boa constrictor Gruppe
Wildfänge, wenn zum Teil auch nur äußerst selten, zur Verfügung stehen. Im
Falle von Teppichpythons ist dies jedoch aus oben erwähnten Gründen leider nicht
möglich und es sollte sich daher jeder, der noch im Besitz von Tieren ist,
deren genaue Herkunft bekannt ist, aufgefordert fühlen, die Reinrassigkeit
dieser Tiere zu bewahren.....
Auch
gibt es Halter, die ihre Tiere einfach nur über alles lieben, von ihnen
fasziniert sind und sich an ihnen freuen, ohne Wert auf die genaue Einordnung
nach Art und Unterart zu legen. Eine Einstellung die alles andere als
verwerflich ist, da so eine gute und gewissenhafte Pflege bei fachlicher
Kompetenz fast schon garantiert ist. ....
Sieht
man einmal von der gelegentlich schon als „grob fahrlässig“ zu bezeichnenden
oben erwähnten Unwissenheit ab, so ist der heutige bei einigen Unterarten
äußerst geringe Bestand an reinrassigen Tieren also historisch bedingt. In
diesem Zusammenhang möchte ich eines klarstellen: Tiere, deren Reinrassigkeit
nach Art und Unterart nicht nachvollziehbar ist, sind weder Tiere zweiter
Klasse noch sonst irgendwie „schlechter“ als definitiv reinrassige Tiere und
fordern vom Pfleger das gleiche Maß an Verantwortung! ....
Um
jedoch den Haltern gerecht zu werden, die Wert auf Reinrassigkeit legen, wäre
es wünschenswert, sich an die gängigen wissenschaftlichen Namen zu halten, vor
allem jedoch, diese nur zu verwenden, wenn die Zuordnung nach Art und Unterart
gesichert ist. Tiere, deren Herkunft nicht genau bekannt ist, werden als
Morelia spilota ssp. bezeichnet. Dabei steht ssp für subspecies (englisch:
Unterart) und soll andeuten, dass die genaue Unterart nicht bekannt ist.
.
Nicht
bekannt heißt in diesem Fall, um auch das noch einmal ganz deutlich zu sagen,
der Fundort der ursprünglich importierten Tiere ist nicht bekannt, da die
meisten Unterarten sich mit letzter Sicherheit nur anhand ihres
Verbreitungsgebietes zuordnen lassen. Beschuppung, Farbe oder auch Muster ist
noch lange keine Merkmal für reinrassige Tiere, da sich diese Merkmale bei
vielen Arten zu sehr überschneiden. Bleibt also zu hoffen, dass man in Zukunft
öfters auf die Bezeichnung ssp. stoßen wird........
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Crossings in freier Natur....
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Natürlich
vorkommende Crossings in freier Natur innerhalb der Morelia Gruppe gibt es bis
dato nur zwischen Morelia spilota mcdowelli und Morelia spilota cheynei,
Morelia spilota ssp (vermutlich mcdowelli) und Morelia kinghorni sowie zwischen
Morelia spilota mcdowelli und Morelia spilota spilota. Die mittlerweile häufige
Aussage, daß Crossings zwischen M. s. cheynei und M. s. spilota auch in freier
Natur vorkommen ist schlicht und ergreifend falsch! Mich wundert doch immer
wieder, wie leichtgläubig diese Fehlinformation angenommen und weiterverbreitet
wird. Würde man sich einmal genauer mit dem Morelia Komplex beschäftigen, so
wird jeder schnell feststellen, daß zwischen den beiden Verbreitungsgebieten
dieser Unterarten „schlappe“ 1500 Kilometer liegen, eine Barriere die also jede
Verpaarung in freier Natur verhindert.....
Des
weiteren sind Crossings zwischen Morelia spilota ssp (vermutlich variegata) und
Liasis fuscus in freier Natur beschrieben worden. Alle hier erwähnten Crossings
wurden als adulte Tiere in freier Natur zum Teil schon mehrfach gefunden, ob
sie jedoch reproduktionsfähig sind ist bisher nicht bekannt.....
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Der Fluß der Gene
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Ein
weiterer Faktor, der häufig Verwirrung stiftet, ist der nicht zu
unterschätzende „Fluß der Gene“. Was darunter nun zu verstehen ist, sei an dem
Beispiel von M. s. cheynei kurz erklärt. Bezüglich der Ausbildung arttypischer
Merkmale ist eine völlig isolierte Population sozusagen ideal. Sie kann
unabhängig von anderen Arten und Unterarten im Laufe der Evolution ihre eigenen
Merkmale entwickeln und bewahren. Oftmals stellen unüberwindbare natürliche
Hindernisse, wie Gebirge, Wüsten oder große Gewässer die Grenzen derartiger
Populationen dar. Cheyneis hingegen überkreuzen in einigen Gebieten
Populationen von M. s. mcdowelli. Dadurch kann es zu einem Austausch der Gene
kommen, indem sich diese beiden Unterarten verpaaren und weiter vermehren. So
sind Cheyneis, die nicht allzu entfernt von Morelia spilota mcdowelli leben
oftmals wesentlich größer, als Populationen, die völlig isoliert sind (M. s.
mcdowelli ist der größte Teppichpython überhaupt). Umgekehrt, gibt es Mcdowellis, die verstärkt Merkmale von
Cheyneis aufweisen, zum Beispiel ein leichter Gelbton in der Farbe oder eine
geringere Größe. Dadurch kann es zur Ausbildung eines Gradienten bezüglich der
Merkmale kommen, in dem Tiere, die weiter entfernt von der Population einer
anderen Unterart leben, ihre eigenen Merkmale stärker ausgeprägt haben. Man
spricht dann vom „Fluß der Gene“, wobei Fluß hier im Sinne von fließen zu
verstehen ist. Die genaue Grenze zu setzen ist schwierig und häufig unmöglich,
da vermutlich auch genügend stabile Mischpopulationen existieren. So gibt es
beispielsweise in der Gegend von Grafton eine stabile Population vom M. s.
mcdowelli, deren typisches Teppichpythonmuster stark aufgelöst ist und
teilweise von einzelnen Karos durchsetzt wird. Dies ist ein deutliches
Anzeichen für einen gewissen genetischen Anteil von Diamantpythons der sich
innerhalb dieser Population manifestiert hat.....
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Gezielt gezüchtete Crossings....
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In
diesem Teil werde ich mich auf einige der bis dato künstlich gezüchtete
Crossings beschränken, die in freier Natur nicht vorkommen, sondern sozusagen
reine „Designertiere“ sind, wie im übrigen streng genommen auch jeder Haushund.
Der Sinn oder Unsinn dieser Sache ist eine Frage der persönlichen Einstellung
und die sollte jedem selbst überlassen bleiben. Allerdings möchte an dieser
Stelle mit einem häufig gehörten Argument gegen die gezielte Züchtung von
Crossings „aufräumen“: Man greife in die natürlichen Abläufe ein und richte
genetischen Schaden an... Diese Aussage ist zumindest bezogen auf
Teppichpythons einfach Falsch! Die Ursache dafür ist einfach: Die bestehenden
Gesetze erlauben es nicht, daß diese Tiere jemals wieder in ihre natürlichen
Lebensräume gelangen. Nun werden viele sagen, „Gesetze kann man umgehen“, doch
auch das macht überhaupt keinen Sinn. Wo läge die Motivation für jemanden,
diese Tiere wieder auszuwildern und dabei erhebliche Kosten und strafrechtliche
Verfolgung in kauf zu nehmen? Selbst in Ländern, die keine so harten Gesetze
bezüglich des Im- und Exportes von Reptilien haben ist mir der umgekehrte Weg
nicht bekannt. Python regius wird jährlich im wahrsten Sinne des Wortes
tonnenweise exportiert. Kennen Sie jemanden, der diese Tiere wieder auswildert?
Ich nicht und so kann ich mir es auch nicht vorstellen, daß zum Beispiel jemals
die Hybride aus Python regius und Python curtus (die ebenfalls existieren) in
die freie Natur entlassen werden. Und selbst wenn, dann wäre es sehr
zweifelhaft, daß diese Tiere dort jemals überleben und sich vermehren, da für
eine stabile Population als genetische Faustregel ca. 1000 Individuen notwendig
sind (Natürlich gibt es auch hier viele Ausnahmen, wie Waschbären in Europa oder
aber Goldhamster). Kurz gesagt, es handelt sich hier also um Tiere, die
lediglich zur Haltung in der Obhut des Menschen gezüchtet wurden und auch in
dieser verbleiben (müssen!). Ich möchte hier keine Probleme verherrlichen, die
durch das Verschleppen von Arten in andere Gebiete existieren, sondern nur
vermeiden, daß Tatsachen vertauscht oder gar übersehen werden. ....
Viel
wichtiger hingegen, und daran liegt mir besonders, ist es die wenigen
reinrassigen Linien von Teppichpythons zu bewahren und eben nicht nachweisbar
reinrassige Tiere auch als solche weiterzugeben. Nichts wäre fataler, wenn wir
tatsächlich eines Tages durch zunehmenden Raubbau an der Natur auf in
Gefangenschaft gehaltene Tiere zurückgreifen müßten und dann zum Beispiel
„Cheyneis“ in Zuchtprogramme zur Wiederauswilderung gelangen, die in
Wirklichkeit gar nicht mehr reinrassig sind.....
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Morelia spilota spilota x
Morelia spilota cheynei....
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von
Diamantpythons nicht, diese erfolgreich zu verpaaren. Mit Cheyneis und anderen
Teppichpythons hingegen konnten Diamantpythons leichter verpaart werden. Die
ersten so gezüchteten Crossings waren anfangs sehr teuer und wurden gezielt auf
Farbe und Muster weitergezüchtet. Auch heute noch ziemlich selten sind
sogenannte 75% Tiere. Bei ihnen beträgt der theoretische Anteil an Diamantpython
75%, der von Cheyneis 25%. Erreicht wir dies, indem Cheynei und Diamantpython
verpaart werden, um diese Nachkommen erneut mit Diamantpythons zu verpaaren.
Wie alle Crossings sind diese Tiere hochvariabel. Manche sind kaum von einem
echten Diamantpython zu unterscheiden, andere hingegen würden viele für
garantiert reinrassige Cheyneis halten. Nur wenige Tiere haben sozusagen die
richtige „Mischung“ aus beiden Arten, was in wunderschönen Farben zum Ausdruck
kommt. Vor einigen Jahren wendete sich jedoch das Blatt in den USA und es wurde
immer unmöglicher noch reinrassige Cheyneis zu bekommen, Crossings hingegen
wurden in Massen angeboten. Da Crossings oft wesentlich intensiver gefärbt
sind, als reinrassige Cheyneis bürgerte sich schnell die Unsitte ein, diese als
erstklassige Cheyneis anzubieten, da deren Preise mittlerweile über denen von
Crossings lagen. Die Folge ist ein nicht mehr zu überschauendes Mischmasch von
Tieren in den USA. Als auch dieser Markt gesättigt war, wurden diese Tiere
gelegentlich exportiert und kamen dabei auch nach Deutschland, wo viele von
Ihnen nach wie vor für reinrassige Cheyneis gehalten werden. So kam es, daß nur
wenige Züchter in diesem „Durcheinander“ ihre Visionen weiterverfolgten, um
durch gezielte Zucht zu wunderschönen Tieren zu gelangen. Vor allem 75% Tiere,
sind hierzulande äußerst selten und unter Liebhabern, die sich von ihrer
kontrastreichen Farbe angesprochen fühlen, sehr begehrt. Ursache dafür scheint
auch die Tatsache zu sein, daß es immer wieder zu Problemen bei gezielten
Verpaarungen dieser Tiere kommt, was ja Voraussetzung ist, wenn man nicht
irgendwelche Tiere sondern eben die zwei schönsten seines Bestandes miteinander
verpaaren will, in der Hoffnung, daß die Nachkommen mindestens genauso schön,
oder noch besser sind (wobei das natürlich immer Geschmackssache ist...). Die
genauen Hintergründe für die Zuchtprobleme sind unklar, doch ist zu vermuten,
daß sie beispielsweise durch falsche Haltungsbedingungen verursacht werden.
Diamantpythons und Cheyneis stellen zur Induktion der erfolgreichen Paarung
derart unterschiedliche Ansprüche, daß ein gemeinsamer Nenner manchmal nicht
gefunden werden kann, oder aber der Einfluß der Gene des Diamantpythons zu sehr
vernachlässigt wird. Eine weitere Ursache könnte schlicht und ergreifend
Unfruchtbarkeit sein, was bei Hybriden theoretisch immer möglich ist. ....
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Morelia spilota spilota x Morelia spilota mcdowelli....
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Obwohl
diese Tiere auch in freier Natur vorkommen, möchte ich sie hier kurz erwähnen.
Im allgemeinen gilt das gleiche, wie für Crossings aus Cheyneis und
Diamantpythons. Lediglich die Färbung und das Muster dieser Tiere ist nicht so
spektakulär wie bei Morelia spilota spilota x Morelia spilota cheynei.
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Morelia spilota ssp x Chondropython viridis –
Carpondros
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Von
Carpondros sind mir persönlich bisher drei erfolgreiche Nachzuchten bekannt.
Einmal in den USA und zweimal in Europa. Dabei wurden in zwei Fällen M. s.
cheynei und Chondropython viridis verpaart, in einem weiteren Fall wurden
Chondros mit M. s. variegata aus Indonesien (Irian Jaya Teppichpython)
verpaart. Bei letzterem Gelege war nur eines der Tiere ein Crossing, die
anderen waren normale Irian Jayas, doch zu diesem seltenen Beispiel von
Befruchtung eines Weibchens durch zwei männliche Tiere später mehr. Die
resultierenden Carpondros, wie sie getauft wurden (Carp von Carpet python
= engl. Teppichpython) kommen mit dem
Muster des Teppichpythons auf gelber Grundfarbe zur Welt und haben, was ihre
Schönheit angeht, sicherlich ihren Reiz. Es ist zu erwarten, daß sich die Tiere
später auf eine grüne Grundfarbe umfärben und dann also grün-schwarz oder
grün-braun gefärbt sind. Ob Carpondros zur Reproduktion fähig sind, steht noch in
den Sternen, da alle Tiere für eine Verpaarung noch zu jung sind. Mögliche
Nachahmer der gezielten Zucht von Carpondros seien an dieser Stelle gewarnt, es
hat weit mehr Mißerfolge als Erfolge gegeben, die in der Regel mit dem Tod des
Chondropython endeten! So wäre es auch beinahe dem europäischen Züchter
ergangen, der einen Chondropython viridis mit seinem Irian Jaya wollte. Er
konnte gleich nach dem Zusammensetzen der Tiere die Paarung beobachten, doch
schon am nächsten Morgen hing der Chondropython offensichtlich krank in
ungewohnter Haltung vom Ast. Er wurde sofort aus dem Becken entnomment, doch
sein Zustand verschlechterte sich rapide bis er laut Aussagen des Züchters nach
wenigen Tagen nahezu leblos und dem Tode nahe war. Er erholte sich nur langsam
und die Ursache für den beinahen Tod sind nach wie vor unklar. Von
amerikanischen Züchtern weiß ich, daß ihre Chondropythons nicht überlebten und
kurz nach der Paarung verstarben. Über die vermutlichen Ursachen für das
schnelle Versterben der Chondropythons kann in diesem Falle nur spekuliert
werden. Zu vermuten sind jedoch Krankheitserreger, die den Teppichpythons
nichts anhaben können oder die sogar zu ihrer natürlichen Darmflora gehören,
die jedoch für Chondropythons tödlich oder zumindest stark pathogen sind.
Dieses Phänomen der unterschiedliche starken Pathogenität eines Erregers bei
verschiedenen Arten kennt man aus vielen Beispielen in der Natur und es wäre
eine mögliche Erklärung.....
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Bisher erfolglose Projekte....
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In
den USA haben einige Züchter angeben, Chondropythons mit Diamantpythons
verpaaren zu wollen, bisher allerdings erfolglos. ....
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Nachwort....
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Ich
möchte darauf hinweisen, daß die gemachten Angaben lediglich dem Stand meines
Wissens wiederspiegeln und keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, noch
meine Meinung zu der Thematik darstellen, es sei denn, ich weise ausdrücklich
darauf hin. Nochmals möchte ich darum bitten, mit diesem für manch einen
verständlicherweise recht heiklen Thema gewissenhaft umzugehen. Das bedeutet
zumindest für mich, die Meinungen und Ansichten anderer zu akzeptieren, sofern
sie sinnvoll zu begründen sind. ....
Auch
sollte jeder einen Beitrag dazu leisten, die wenigen noch reinrassigen Linien
auch als solche zu bewahren und Tiere, deren Herkunft nicht nachvollzogen
werden kann, auch als solche abgeben, anstatt sie als garantiert reinrassig
lediglich aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes zu veräußern. Die Mehrzahl
der Teppichpythons kann, daß sei an dieser Stelle auch zum wiederholten male
erwähnt, nämlich nicht anhand äußerer Merkmale der entsprechenden Unterart
zugeordnet werden, sondern lediglich anhand ihres Fundortes. ....
Last
but not least: Egal ob nun reinrassig mit Fundortangabe oder gezielt gezüchtete
Hybride, es handelt sich um Tiere, deren Pflege und Wohlbefinden nicht vom
neuesten „Designerlook“ abhängen sollte, sondern vom verantwortungsbewussten
Handeln des Pflegers! Und dies kann unter Umständen auch bedeuten, gewisse
Grenzen nicht zu überschreiten, wenn dabei Tiere offensichtlich leiden!....
Für
Fragen, Kritik und Anregungen zu diesem Artikel oder zu Morelias überhaupt
stehe ich gerne zur Verfügung.....
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